Sie sind hier: kredit-vergleich.net > Kredit Lexikon » Vorfälligkeitsentschädigung

Was versteht man unter einer Vorfälligkeitsentschädigung

Eine Vorfälligkeitsentschädigung ist zu zahlen, wenn der Kreditnehmer vorzeitig das Darlehen während der Zinsfestschreibungszeit kündigen will. Erfolgt die Kündigung durch das Kreditinstitut, ausgelöst durch einen Vertragsbruch auf der Kreditnehmer-Seite, ist der Kreditnehmer zusätzlich zu einer Schadensersatzzahlung verpflichtet. Die Entschädigung begründet sich darin, dass das Kreditinstitut fest mit den Zinsen gerechnet hat und sich durch das vorzeitige Zurückzahlen Schäden ergeben.

Nicht immer ist das Zahlen einer Vorfälligkeitsentschädigung jedoch schlecht. Wenn wir uns bspw. nach einer Hochzinsphase in einer Nierdigzinsphase befinden und die Kreditzinsen deutlich gesunken sind, kann es finanziell durchaus Sinn machen ein Darlehen oder eine Finanzierung vorzeitig zu kündigen und für die vorzeitige Fälligstellung eine Entschädigung zu zahlen.

Beispiel: Sie haben vor 4 Jahren einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einem Zinssatz von 5 % aufgenommen. Heute würden Sie den gleichen Kredit für 2,5 % bekommen. Eine Umschuldung macht Sinn, wenn die gesparten Zinsen in der Restlaufzeit nierdiger ausfallen als die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung.

Tipp: Überprüfen Sie Ihre Baufinanzierung. In einigen Altverträgen ist die Widerrufsbelehrung fehlerhaft und damit unwirksam. Damit ist eine Kündigung des Immobilienkredites ohne besonderen Grund und ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich.