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Was bedeutet Zahlungsverzug?

Ein Schuldner gerät in Zahlungsverzug, wenn er zum Zeitpunkt einer eingegangenen Mahnung des Gläubigers die fällige Kredit-Rate nicht zahlen kann und wenn er diesen Verzug selbst zu verschulden hat. Danach fallen nicht unerhebliche Verzugszinsen an, ebenso wie eine Schadensersatz-Pflicht, die der Schuldner zu tragen hat.

Zahlungsverzug tritt immer erst nach einer Zahlungserinnerung und Mahnungen inkraft. Es gibt einen gesetzlich vorgeschriebenen Ablauf, der eingehalten werden muss. Sind Sie nach der Inverzugsetzung nicht in der Lage Ihren Kredit zu bedienen, kann eine Zahlungsunfähigkeit festgestellt werden was in der Regel eine Insolvenzmeldung zur Folge hat.

Beispiel: Sie haben einen Kredit für die Finanzierung eines Autos aufgenommen und kürzlich auch noch Ihren Job verloren. Das ist bitter. Die Kreditraten zahlen Sie nicht mehr, denn es reicht ja gerade so für den Lebensunterhalt. Irgendwann erhalten Sie aber eine eine Zahlungserinnerung, dann Mahnungen von der Bank mit der Sie ja einen kreditvertrag haben und schließlich geraten Sie in Zahlungsverzug. Jetzt kann das Kreditinstitut rechtlich gegen Sie vorgehen.

Tipp: Lassen Sie es nicht erst zum Zahlungsverzug kommen. Schon nach der ersten Zahlungserinnerung oder spätestens ersten Mahung sollten Sie den geschuldeten Betrag bezahlen oder bei Unstimmigkeiten oder Problemen Kontakt zum Gläubiger aufnehmen und den Sachverhalt klären. So vermeiden Sie ggf. auch teure gerichtliche Streitigkeiten.

Können Sie eine Kreditrate nicht mehr bedienen, suchen Sie das Gespräch. Vereinbaren Sie eine Stundung der Raten oder ziehen Sie eine Umschuldung in Betracht. In unserem Kredit-Rechner finden Sie günstige Kreditalternativen. Ignorieren Sie die Schreiben des Kreditanbieters auf keinen Fall!