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Tipps für die Rückzahlung des Immobiliendarlehens.

Tipps für die Rückzahlung des Immobiliendarlehens. Sobald das Eigenheim steht haben Häuslebauer erst einmal Ruhe könnte man meinen, doch auch in der Phase der Rückzahlung sollte einiges beachtet werden.

Wichtig ist hierbei in erster Linie, dass sich die Bauherren frühzeitig - also vor dem Ablauf der Zinsbindung - mit einer geeigneten Anschlussfinanzierung beschäftigen. Durch spezielle Darlehensverträge können sich Häuslebauer einen niedrigen Zinssatz nämlich schon frühzeitig sichern, denn auch hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm. Die Konditionen sind zurzeit recht gut.

Der richtige Zeitpunkt für die Suche nach einer günstigen Anschlußfinanzierung liegt erfahrungsgemäß bei zwei bis drei Jahren vor Ende der Zinsbindung. Es muss ja nicht die Hausbank sein. Ein Bankwechsel kostet den Kreditnehmer zwar meist eine Bearbeitungsgebühr, diese liegt aber im Normalfall bei weniger als 1% der jeweiligen Restschuld. In diesem Fall würde sich ein Wechsel der Kreditbank bei einer angenommenen Laufzeit von 10 Jahrenbereits lohnen, wenn der Zins nur um 0,2% preiswerter ist.

1. Zahlung von Bereitstellungszinsen

Die derzeit günstigen Konditionen können sich Bauherren auf verschiedene Weise sichern. Beispielsweise durch die Zahlung von sogenannten Bereitstellungszinsen. Dies macht sich schon bezahlt, wenn die laufende Zinsfestschreibung nur noch maximal 1 Jahr beträgt. Obwohl der bestehende Kredit noch nicht ausgelaufen ist, wird das Folgedarlehen bereitgestellt. Hier wird von der jeweiligen Bank allerdings ein Zinsaufschlag zwischen 0,2% und 0,3% pro Monat der früheren Beitstellung erhoben. Mit Beginn der Laufzeit des neuen Kreditvertrages entfallen für den Kreditnehmer die Bereitstellungszinsen natürlich wieder.

2. Forward-Darlehen

Eine weitere Möglichkeit ist die Anschlussfinanzierung durch ein sogenanntes Forward-Darlehen. Läuft die Zinsfestschreibung noch länger als 3 Jahre kann sich diese Variante ebenfalls lohnen, denn auch hier wird der aktuelle Zins festgeschrieben. Bei sehr langer Vorlaufzeit ist der Abschluss eines solchen Darlehens natürlich etwas spekulativ, denn keiner kann genau voraussagen wie sich die Zinsen entwickeln werden. Aktuell ist die Zeit für ein Forward-Darlehen jedoch günstig, da davon ausgegangen werden kann, dass die Zinsen eher steigen als fallen werden.

Nur etwa 1/10% mehr verlangen Kreditbanken derzeit für jedes Jahr Vorlaufzeit bis zur Auszahlung als für ein "normales" Darlehen, das sofort zur Auszahlung kommt. Vor etwa 2 Jahren waren diese Aufschläge noch doppelt so hoch. Doch wichtig ist nicht nur ein möglichst niedriger Zinssatz, sondern in diesem Zusammenhang auch die Vereinbahrung einer hohen Tilgungsrate von drei oder mehr Prozentpunkten.